Traumhafte Ijseelmeer-Kreuzfahrt

Der Süßwassersee Ijsselmeer besteht aus einem großen Teilgebiet der ehemaligen Meeresbucht Zuiderzee zwischen Friesland und Noord-Holland. Durch die Eindeichung der Provinz und die Abschottung der wilden Nordsee wurde ein wahres Urlaubs- und Segelparadies geschaffen. Heute ist das Ijsselmeer mit seiner Fläche von 1.100 km² der größte See der Niederlande. Auf einer Ijsselmeer-Kreuzfahrt können Urlauber den Blick auf traumhafte Natur und verlandete Inseln genießen und sich auf die Spuren der Entstehung der heutigen Landschaft vom Ijsselmeer begeben.

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Von der Zuiderzee zum heutigen Ijseelmeer

Einst bildete sich die Zuiderzee in Nord-Holland aus einem Seengebiet, welches immer wieder von der Nordsee überschwemmt wurde. Ab dem 1200 Jahrhundert gab es in diesem Gebiet viele Sturmfluten und Überschwemmungen, die weitreichende Schäden verursachten und viele Menschenleben kosteten. Im 14. und 15. Jahrhundert wuchs das Gebiet durch die internationale Vereinigung von Kauf- und Handelsleuten zu einer starken wirtschaftlichen Kraft heran.

Im 17. Jahrhundert spricht man schließlich von dem goldenen Jahrhundert der Niederlande, in der die Zuiderzee zu einem wichtigen Verkehrskreuz für die Handelsflotte wurde. Allerdings brachten die Überfahrten viele Gefahren, in Form von unabsehbar hohen Wellen und tückischen Strudel mit sich, sodass im Jahre 1875 der Nord-Ostsee-Kanal zu Minimierung dieser Gefahren erstellt wurde. Dadurch verlor die Zuiderzee ihre strategische Bedeutung für die Handelsleute, sodass das Parlament 1918 schließlich das Zuiderzee-Gesetz verabschiedete. In diesem Gesetz wurde die Schließung der Zuiderzee zum Schutz vor weiteren Sturmfluten und Landgewinnung für neue landwirtschaftliche Flächen vorgesehen. Durch dieses Gesetz entstand auch die Idee eines Abschlussdeiches, der als Schutz vor der Nordsee dienen sollte.

Im Jahre 1932 wurde der Bau des 32 km langen Abschlussdeiches namens Afsluitdijk schließlich beendet. Seitdem verbindet er die Provinzen Friesland und Noord-Holland. An der Verbindungsstelle der ehemaligen Zuiderzee zum Wattenmeer entstand das Ijsselmeer.

Wie das Ijsselmeer zum Süßwassersee wurde

Die Niederländer gewannen mit der Eindeichung bis zum Mai 1968 rund 2000 Quadratkilometer Neuland und es entstanden die drei Provinzen: Noordoost, Ost- und Südflevoland. Die Errichtung des Abschlussdeiches hatte allerdings erst einmal drastische Folgen für Fauna und Flora. Das über den Fluss „Ijssel“ einströmende Süßwasser verdrängte allmählich das salzige Nordseewasser, wodurch sich das Ijsselmeer innerhalb von fünf Jahren zum Süßwassersee entwickelte. Das führte dazu, dass Ebbe und Flut ausblieben, die meisten Fischarten verschwanden und mit ihnen die ortsansässigen Fischer der Region.

Doch der Bau des Deiches brachte auch viele Vorteile mit sich. Auf dem ehemaligen Meeresgrund schuf man durch die Eindeichung neues, bewohnbares Land: die heutige Provinz Flevoland. Neben dem Zuwachs an Einwohnern, wurde auch eine Autobahn errichtet, welche die Provinzen Noord-Holland und Friesland verbindet. Außerdem bescherte der Bau des Deiches den Niederländern durch das Ijsselmeer ein riesiges Trinkwasserreservoir und Schutz vor Sturmfluten sowie starken Überschwemmungen.

Die schönsten Sehenswürdigkeiten und Städte am Ijsselmeer

Enkhuizen

Das Städtchen Enkhuizen befindet sich in der Provinz Noord-Holland. Mit seiner malerischen Altstadt und einem kleinen romantischen Hafen lockt Enkhuizen alljährlich tausende Besucher an. Im Zuiderzee-Museum in Enkhuizen können Sie in verschiedenen Ausstellungen selbst erleben, wie Menschen früher am Ijsselmeer gelebt und gearbeitet haben.

Schokland 

Schokland ist die wohl älteste Insel der Region. Mit ihren zahlreichen nationalen Baudenkmälern und über 160 archäologischen Fundorten wurde Schokland 1995 in die Liste des UNESCO Weltkulturerbe aufgenommen. Im Schokland Museum erfahren Besucher mehr über die Ausgrabungen und die einzigartige Geschichte der Insel. Zu dem Museum gehört auch die historische Museumskirche aus dem Jahr 1834, welche Besucher besichtigen können.

Medemblik

Die kleine Stadt Medemblik liegt im Nordosten der Provinz Noord-Holland. Dank ihrer direkten Lage an der ehemaligen Zuiderzee war Medemblik einst ein wichtiges Handelszentrum. Im Jahr 1282 ließ Graf Floris V. von Holland im Zentrum der Stadt eine große Burg erbauen: Burg Radboud. Heute befindet sich in der Burg ein Museum für Besucher, welches eine Ausstellung über das Leben der Westfriesen im Mittelalter und die Geschichte der Stadt sowie ihrer Burg zeigt.

Das Fischerdorf Urk

Nach der Trockenlegung und der Entstehung des Ijsselmeers wurde die damalige Insel Urk 1914 mit dem Festland verbunden. Auch heute ist Urk noch bekannt für seinen fangfrischen Fisch: im Hafen Baarsen der Halbinsel können sich Besucher durch eine große Auswahl an Fischspezialitäten probieren.

Stavoren

Der Ort Stavoren liegt mit rund 950 Einwohnern am Ostufer des Ijsselmeers in der niederländischen Provinz Friesland. Direkt im Hafen von Stavoren steht die Statue „Het Vrouwtje“, was übersetzt „Die Dame von Stavoren“ heißt. Der Legende nach war Stavoren einst eine wohlhabende Handelsstadt, doch im Laufe der Jahre hat sich vor der Küste eine Sandbank gebildet. Die Fischer hatten fortan Mühe mit ihren Schiffen an ihr vorbeizukommen. Im Laufe der Jahre entwickelten sich bis zu 27 Geschichten rund um die mysteriöse Entstehung der Sandbank. Eine der Geschichten war die der Dame von Stavoren. Mit dem Blick auf das offene Meer gerichtet, wirkt die Statue besonders anmutig und ist bei Touristen aus aller Welt sehr beliebt.


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