Flusskreuzfahrt in die Finanzmetropole Frankfurt

Frankfurt am Main, die Stadt, die heute zu den wichtigsten Finanzmetropolen der Welt gehört, war einst einer der bedeutendsten Reichsstädte auf deutschem Gebiet. Hier fanden Königswahlen und Kaiserkrönungen statt. Mit ihrer beeindruckenden Skyline, den historischen Bauten und spannenden Sehenswürdigkeiten sowie vielen berühmten Persönlichkeiten, die in der Stadt lebten, gilt Frankfurt als ein Highlight bei einer Rhein-Main-Flusskreuzfahrt.

Zu allen Rheinkreuzfahrten

Frankfurt - von einer Kaiserpfalz zur Bankenmetropole

Mit der Besiedlung der Franken unter Karl dem Großen im 6. Jahrhundert tauchte 794 erstmals der Name Fanconofurd auf. Durch den Bau einer repräsentativen Pfalzanlage wurde Frankfurt schließlich zu einem der Hauptsitze des ostfränkischen Reichs. Nach dem Verfall der Pfalz um 1140 siedelten sich zunehmend Kaufleute und Handwerker in der Region an. Im Jahre 1220 entstand die erste Stadtmauer um Frankfurt – der Beginn einer wachsenden Entwicklung zur Großstadt. Kurze Zeit später, im Jahre 1241, weist ein Steuerverzeichnis Frankfurt als die wirtschaftlich bedeutendste Königsstadt im Deutschen Reich aus. Unter Führung von Kaiser Friedrich II. wurde der Stadt 1372 das „kaiserliche Schultheißeamt“ mit Gericht und Reichswald verkauft, wodurch Frankfurt zur Freien Reichsstadt ernannt wurde. Im Jahr 1405 kaufte die Stadt das altehrwürdige Patrizierhaus "Zum Roemer", welches heute noch ein Wahrzeichen der Stadt ist. Frankfurts Geschichte als nationale Münzstätte und Sitz der Notenbank begann im Jahre 1555, als sie von Kaiser Karl V. das volle Münzrecht erteilt bekam. Dies führte zur steigenden Einwohnerzahl und großer wirtschaftlichen Bedeutung.


Im 19. Jahrhunderts erhielt Frankfurt dank der eingeführten Gewerbefreiheit einen erneuten wirtschaftlichen Aufschwung. Zu dieser Zeit entstanden Repräsentationsbauten wie die "Alte Oper", Deutschlands erste Kläranlage (1887), der Hauptbahnhof (1888) und das Messegelände (1909), welche Frankfurt zu einer der bedeutendsten Großstädte des frühen 20. Jahrhunderts aufsteigen ließen. Am 10. Juni 1914 wird aus einer Bürgerinitiative heraus die Johann Wolfgang-Goethe-Universität gegründet.

 

Im Zweiten Weltkrieg jedoch erlitt Frankfurt den größten Rückschlag in seiner Geschichte. Durch die Luftangriffe der Alliierten lag die Stadt in Trümmern und rund 70 Prozent aller Gebäude wurden zerstört. Nach dem Krieg wurde Frankfurt Verwaltungssitz der Engländer, Franzosen und Amerikaner. Diese veranlassten nach kurzer Zeit die Wiederaufnahme der Geschäfte, der Deutschen Bundesbank. Ein entscheidender Punkt in der Geschichte Frankfurts: fortan entwickelte sich die Stadt zu einem führenden Finanzplatz in Europa. Seitdem wuchs die Stadt durch Wiederaufbau und Neugestaltung rasant weiter. Hohe Häuser und Gebäude wurden gebaut, in denen sich viele große und bedeutende Firmen ansiedelten. Mitte der 90er-Jahre wuchs die Skyline Frankfurts durch die Fertigstellung des Commerzbanktower weiter, welcher zu dieser Zeit mit knapp 299 Metern das höchste Bürohochhaus Europas darstellte. Auch im Zug- sowie im Luftverkehr nahm die Stadt im Laufe der Geschichte eine führende Position ein und noch heute gilt Frankfurt als eine der Finanzmetropole der Welt.

Berühmte Frankfurter Persönlichkeiten

Viele berühmte Dichter, Denker und Musiker sind in Frankfurt am Main geboren oder haben hier gelebt. Am 28.8.1749 erblickte der bekannte Dichter Johann Wolfgang v. Goethe in Frankfurt das Licht der Welt. Noch heute kann sein Elternhaus besichtigt werden, welches vom Verein „Freier Deutscher Hochstift“ gekauft und für Besucher eingerichtet wurde. Direkt neben dem Goethe-Haus befindet sich das Goethe-Museum. Hier werden ausschließlich Gemälde und Werke aus der Zeit Goethes ausgestellt. Durch die Eröffnung des ersten städtischen Theaters im Jahre 1782 zog es auch den heute weltbekannten Dichter und Philosophen Friedrich Schiller nach Frankfurt. Nachdem am 15. Oktober 1790 auch noch Musiker Wolfgang Amadeus Mozart nach Frankfurt reiste, entwickelte sich die Stadt zunehmend zum kulturellen Hotspot.

Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Frankfurt

Der Frankfurter Römer

Der Römer ist das wohl bekannteste und gleichzeitig auch geschichtsträchtigste Wahrzeichen Frankfurts. Im Frankfurter Römer wurden im 16. Jahrhundert viele der römisch-deutschen Könige gewählt und gekrönt. Noch heute können Besucher im Kaisersaal des Römers auf über 72 Königsbildnissen die spektakuläre der Stadt Vergangenheit bestaunen.


Paulskirche

Die Paulskirche ist das nationale Symbol für Freiheit und Demokratie in Deutschland. 1848 bis 1849 versammelte sich in der Paulskirche das erste frei gewählte deutsche Parlament und schrieb demokratische Geschichte. Die 1789 bis 1833 unweit vom Römer erbaute Kirche diente bis zu ihrer Zerstörung im Zweiten Weltkrieg als evangelische Hauptkirche Frankfurts. Die Paulskirche wurde im Jahr 1948 als erstes historisches Bauwerk wiedererrichtet.

 

Skyline

Die berühmte Skyline von Frankfurt zählt insgesamt 14 Wolkenkratzer, dazu gehören der Commerzbank Tower (259 Meter) und der Messeturm (256,5 Meter). Damit ist Frankfurt die einzige Stadt Deutschlands mit einer unverkennbaren Skyline wie man sie aus anderen Großstädten, beispielsweise New York, kennt.
 

Alte Oper Frankfurt

Die Alte Oper wurde zu Beginn der 19. Jahrhunderts in Frankfurt am Main erbaut und im Jahre 1944 stark beschädigt. Eine Bürgerinitiative setzte sich für das Opernhaus ein, sodass es 1981 vollkommen rekonstruiert und neu eröffnet wurde. Heute ist die Oper Veranstaltungsort für Konzerte, Aufführungen oder Kongresse und sehr beliebt bei den Bewohnern Frankfurts und Besuchern.

 

Entdecken Sie die hochmoderne Finanzstadt bei einer Flusskreuzfahrt entlang des Rheins und lassen Sie sich von der faszinierenden Skyline beeindrucken.