Mohács - die ungarische Stadt an der Donau

Mohács (oder auch Mohacs geschrieben) ist eine der ältesten Siedlungen Ungarns. Umgeben von herrlichen Naturschutzgebieten lockt das Städtchen an der Donau mit traumhaften Plätzen, historischen Gebäuden und seinem mediterranen Flair. Hinter der freundlichen und ruhigen Fassade der Stadt verbirgt sich allerdings eine tragische Geschichte. Im 16. und 17. Jahrhundert wurde Mohács zum Schauplatz zweier Schlachten, die das Schicksal Ungarns grundlegend verändert hatte

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Die Schlacht bei Mohács

Geschichtlich bekannt wurde die ungarische Stadt Mohács durch zwei Schlachten in den Jahren 1526 und 1687. In der ersten Schlacht standen sich die osmanische Armee und die ungarischen Truppen im Kampf gegenüber. Über zehntausende ungarische Soldaten fielen in der nur eineinhalb Stunden andauernden Schlacht. Während dieser bitterlichen Niederlage ertrank König Ludwig II. und ein Großteil des ungarischen Adels wurde erschlagen. Nach der Schlacht wurden große Teile Ungarns von den Osmanen besetzt und auch die erbberechtigten Habsburger bekamen ein größeres Herrschaftsgebiet. Wie die Osmanen in das Land eingezogen sind oder wo genau die Schlacht stattgefunden hat, war lange Zeit unklar.

Erst 450 Jahre später haben Forscher durch eine Landschaftsrekonstruktion die mysteriöse Frage geklärt: Die Schlacht fand südlich von Mohács Nähe der Stadt Sátorhely statt. In Gedenken an das Ereignis wurde hier eine historische Gedenkstätte errichtet, die den Besuchern einen Überblick über die Schlacht und die tragische Vergangenheit von Mohács bieten soll. Erst viele Jahre später konnten die Osmanen aus dem Land vertrieben werden und wurden bei der entscheidenden Schlacht bei Mohács 1687 von den kaiserlichen Truppen der Habsburger besiegt.

Karneval in Mohács: Busójárás

Neben den geschichtlichen Ereignissen ist Mohács auch für seinen traditionellen Faschingsumzug namens Busójárás (Busó-Wandern) bekannt. Jedes Jahr zur Karnevals- bzw. Faschingszeit kommen tausende Touristen zum Umzug, um gemeinsam den Winter zur vertreiben. Menschen mit Kostümen, wie mit großen Schafspelzen und Masken, ziehen durch die Straßen und folgen mit viel Lärm und Krach einer Strohpuppe, die den Winter repräsentiert. Diese Puppe wird in der Nacht verbrannt, als Zeichen, den Frühling willkommen zu heißen. Im Jahr 2009 wurde das Fest Busójárás von der UNESCO zum immateriellen Kulturerbe erklärt.

Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Mohács und Umgebung

Neben dem Karnevalsumzug und der Gedenkstätte, die an die Schlacht 1526 erinnert, gibt es noch weitere interessante Sehenswürdigkeiten in der Stadt Mohács.

 

Széchenyi-Platz und Votivkirche

Im Zentrum von Mohács befindet sich der Széchenyi-Platz, auf dem das Rathaus mit seiner von Eck- und Turmkuppeln gekrönten Fassade und die Voltivkirche thronen.
Anlässlich des 400. Jahrestags der Schlacht bei Mohács wurde die katholische Votivkirche 1926 im byzantinischen Stil von Aladár und Bertalan Árkay errichtet. Das einer Moschee ähnelnde Gebäude bietet Platz für 3600 Besucher. Im Blickfang stehen die Fresken mit Schlachtmotiven und die modernen Buntglasfenster der 30 Meter hohen Kuppel.

 

Stadt Pécs 

Mediterranes und kulturelles Flair erleben Sie auch bei einem Ausflug in die 30 Minuten entfernte die Stadt Pécs. Durch ihre temperamentvolle und fröhliche Atmosphäre wird Pécs auch als Bilderbuch-Stadt Ungarns bezeichnet. Gemütliche Straßencafés in verwinkelten Gassen und auf traumhaften Plätzen, eine herzliche Bevölkerung und ein sonniges warmes Klima verkörpern das pulsierende Stadtbild.

 

Begeben Sie sich auf die Spuren ungarischer Geschichte und genießen Sie das strahlende Ambiente der Städte Mohács und Pécs.